Govinda e.V.
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Neuigkeiten vom Verein

++Petition für eine Fortführung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit Deutschland mit Nepal++

Jun 2020

27

Liebe Freundinnen und Freunde Nepals,

das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat angekündigt, nach nunmehr 60 Jahren die staatliche deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Nepal in ihrer jetzigen Form im bilateralen Bereich beenden zu wollen. Dies geschieht im Zuge des Reformprozesses BMZ 2030 und betrifft insgesamt 25 Staaten, darunter neun Länder die zu den Least Developed Countries, den ärmsten Ländern der Welt, gehören. Als Ausschlusskriterien wurden die Erfolge (bzw. Nicht-Erfolge) in der Korruptionsbekämpfung, Good Governance (verantwortungsvolle Regierungsführung) und die Achtung der Menschenrechte genannt. Gerade in diesen Bereichen hat Nepal jedoch in den vergangenen Jahren positive Entwicklungen zu verzeichnen, nachdem der Staat den Übergang von einer konstitutionellen Monarchie in eine föderale Demokratie geschafft hat.

Die Deutsch-Nepalesische Gesellschaft und der Verein Long Yang haben eine Petition mit dem Ziel der Fortführung der bilateralen Zusammenarbeit mit Nepal initiiert. Diese ist an den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Herrn Dr. Gerd Müller gerichtet und läuft bis 13. Juli 2020.

openpetition.de/petition/online/solidaritaet-zeigen-deutsch-nepalesische-zusammenarbeit-fortfuehren

Englische Version / englisch version:
openpetition.de/petition/online/show-solidarity-continue-german-nepalese-cooperation

Der Ausstieg betrifft die staatliche bilaterale Zusammenarbeit. NGOs können weiterhin aktiv sein und auch gefördert werden. Jedoch wird mit dem Ausstieg die gesamte Verantwortung der Entwicklungszusammenarbeit auf NGOs und politische Stiftungen verschoben. Das kann und soll nicht in diesem Umfang übernommen werden.

Die bilaterale Zusammenarbeit umfasst hauptsächlich die Bereiche Gesundheit, erneuerbare Energien, nachhaltige Wirtschaftsförderung und Friedensarbeit. Zwischen Nepal und Deutschland besteht seit Jahrzehnten eine enge freundschaftliche Beziehung. Sie würde durch einen Ausstieg stark beeinträchtigt.

Viele von uns haben an der Petition bereits teilgenommen. Wir freuen uns über weiter Unterzeichner*innen.

Weitergehende Informationen und Hintergründe:
bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2020/april/200429_pm_09_Entwicklungsministerium-legt-mit-BMZ-2030-Reformkonzept-vor/index.html

bmz.de/de/laender_regionen/asien/nepal/index.jsp

Herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Hilfe!

+++

Govinda e. V. - Gemeinsam für Nepal
Julius-Leber-Str. 28, 73430 Aalen
Tel. +49 73 61 / 375 079
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Spendenkonto KSK Ostalb:
IBAN DE04 6145 0050 0805 0151 35

Shangrila Entwicklungshilfe
c/o Mutschler Holding AG
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++ Erste Lockerungen - Quarantäne statt Unterricht – Shangrila International School - ++

Jun 2020

12

Können wir uns das vorstellen? Seit dem 24. März 2020, also über zweieinhalb Monate mussten die Menschen Nepals in einer strikten Ausgangssperre leben. Einkaufen nur morgens und abends zu vorgegebenen Zeiten, ohne Spaziergänge, ohne Kontakte. Diese Woche fanden Proteste in Kathmandu statt, die aber von der Polizei mit Wasserwerfern beantwortet wurden.

Seit heute gelten die ersten Lockerungen
seit zweieinhalb Monaten, private Fahrzeuge dürfen unter Begrenzungen und Auflagen wieder fahren. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nicht verkehren, Schulen, Kinos und andere Plätze für öffentliche Ansammlungen sind weiterhin geschlossen.
Es verwundert und erschreckt, dass die Zahl der Covid-19 Infizierten im Land, trotz des bisherigen strengen Lockdowns, weiter zunimmt. Ängste vor Corona und Sorge ums Überleben nehmen ebenfalls dramatisch zu, deutlich erkennbar an einer gestiegenen Selbstmordrate.
Grundsätzlich sind die Menschen Nepals krisenerprobt, doch Corona trifft sie sehr hart.
Es wird inzwischen angenommen, dass für hunderttausende von Tagelöhnern der Hungertod eine
konkretere Gefahr darstellt, als sich mit Corona zu infizieren. Die Regierung hat ein Hilfsprogramm mit Nahrungsmittellieferungen gestartet, das jedoch nicht alle Familien erreicht.

Shangrila International School wird Quarantäne-Station

Ohne Arbeit, ohne Nahrung und somit in großer Not, wollen viele Menschen in ihre Dörfer
zurückkehren, denn dort erhoffen sie sich bessere Lebensbedingungen.
Seit kurzem ist die Einreise aus Indien an 20 Grenzstationen für Nepalis wieder möglich.
Wochenlang hatten die Auslandsarbeiter hungrig und durstig an den Grenzen unter furchtbaren
Bedingungen ausgeharrt. Sie möchten zu ihren Familien in ihre Dörfer zurückkehren, müssen
zuvor aber zwei Wochen in einer der Quarantäne-Stationen in Nepal verbringen.
Unsere Shangrila International School wurde von der örtlichen Regierung zu diesem Zweck aus-
gewählt und eingerichtet. Statt lernende Kinder nutzen jetzt erschöpfte Menschen das Schulgebäude als einen sicheren Ort, der somit seiner sozialen Verantwortung in besonderer Weise gerecht wird. Wann und wie die Klassenzimmer wieder zum Unterrichten genutzt werden können ist weiterhin ungewiss.

Maßnahmen und neue Formen des Unterrichts

Unverzüglich und kompetent wurden vor der Schulschließung am 19. März Hygiene-Trainings in
allen Klassen durchgeführt und über die Übertragungswege, sowie die Auswirkungen des Virus informiert. Es wurden Flyer und Plakate erstellt, um möglichst viele Menschen zu informieren.
Die Kinder und Familien wurden mit Seifen ausgestattet. Die Lehrer*innen versuchen, während des Lockdowns, irgendwie telefonischen Kontakt zu den Kindern zu halten.
Da noch kein Signal für die Öffnung der Schulen in Aussicht ist, gestaltet das Lehrerteam den Unterricht mithilfe von Social Media Plattformen und Videokonferenzen. Zu Ihrer Unterstützung wurde von Govinda ein externer Berater eingestellt. Online-Unterricht erreicht leider nicht alle, da in sehr vielen Familien die technischen Voraussetzungen fehlen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine konstante Stromversorgung nicht immer und überall besteht. Seit nunmehr drei Wochen wird auf diese Weise wieder unterrichtet.

Diese nie dagewesene Situation führt in allen Bereichen zu großen Herausforderungen. Wir unterstützen im Rahmen das Team und die Menschen vor Ort und erhoffen uns durch die Lockerungen weitere Möglichkeiten der Hilfeleistungen.

Namasté

+++

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