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Wirtschaft

Eine Nation der Bauern

Der Lebensrhythmus von 90 Prozent der Nepalis wird von der Land- und Forstwirtschaft, von Viehhaltung, Fischerei sowie vom Wetter bestimmt. Der Hauptanteil der Arbeit wird dabei von Frauen geleistet, die zusätzlich noch den Haushalt und die Kinder versorgen müssen. Die meisten Familien können nur das anbauen, was sie selbst zum Überleben brauchen: Reis, Weizen, Mais, Hirse oder Gerste, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und Ölsaaten. Wer genügend Land besitzt, baut auch sogenannte "cash crops" (Agrarerzeugnisse gegen Bargeld) wie Zuckerrohr, Jute, Tabak oder Tee an.

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Nepal verfügt weder über Erdöl-, Erdgas-, oder Kohlelagerstätten. Auf den Energiesektor richten sich aber wegen des auf bis zu 83.000 Megawatt geschätzten Wasserkraftpotenzials grosse Hoffnungen. Über 90 Prozent der Einnahmen werden durch die Landwirtschaft (Reisanbau, Weizen, Hirse, Mais, Kartoffeln, Schaf- & Ziegenzucht) gewonnen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Nepali beträgt ca. 200 US-Dollar. Die wichtigsten Einnahmequellen neben der Landwirtschaft, sind der Tourismus und die Teppichindustrie. Amtssprache ist Nepali, jedoch werden insgesamt mindestens 21 Sprachen in zahlreichen Dialekten gesprochen.

Viehwirtschaft

Besonders im Mittel- und Hochgebirge spielt die Viehwirtschaft eine grosse Rolle. Gehalten werden Wasserbüffel, Rinder, Ziegen und Dzos, eine Mischung aus Yak und Rind. Erschwert wird die Situation durch die schwierige geographische Lage Nepals. Die Anbaufläche ist mit 18 Prozent derart begrenzt, dass eine Ausweitung nur auf Kosten des lebensnotwendigen Waldes möglich ist, obwohl dieser einen traditionellen Teil der Landwirtschaft darstellt. Er versorgt die Menschen mit Holz, Viehfutter (Blättern) und Früchten und reguliert den Wasserhaushalt. Nur noch auf 29 Prozent der Gesamtfläche steht ein dichter Wald, obwohl 43 Prozent für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht notwendig wären. Da die Anbaufläche zu 65 Prozent im tiefen, flachen Süden (Terai) liegen, nimmt der Bevölkerungsdruck dort besonders durch Migration aus den Bergen zu. Längst gibt es nicht mehr genügend Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, so dass viele Bauern aufgrund fehlender Alternativen an Unterbeschäftigung leiden.

Fazit: Eines der ärmsten Länder der Welt
Das jährliche Pro-Kopfeinkommen beträgt rund 200$ und somit ist Nepal eines der ärmsten Länder der Welt.

Import und Export

Hauptexportgüter sind Gemüseghee (ein Fett, das auch zum Kochen verwendet werden kann) und Pashmina-Produkte (also eine speziell feine Qualität von Kashmir, die oft auch gefälscht wird), während aus Indien vor allem Kraftfahrzeuge und Textilien eingeführt werden. Nach Indien sind die USA und Deutschland Hauptabnehmer nepalesischer Produkte (Konfektionsbekleidung / Teppiche). Eine andere Einnahmequelle ist der Tourismus, der leider seit 2001 aufgrund der extrem unstabilen politischen Situation, die zeitweise in einem Bürgerkrieg eskalierte, extrem rückläufig war.

Kinderarbeit

Es gibt in Nepal über 2,6 Millionen arbeitende Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren. Die Gesamtzahl der Kinder in Nepal beträgt 6,2 Millionen, das heisst: über ein Drittel der Kinder sind arbeitende Kinder, die an keinem Schulunterricht teilnehmen können. In den Bergen trifft man am häufigsten arbeitende Kinder an, und wohl auch auf Kinderarbeit unter schwierigsten Bedingungen. Die Rate der Kinderarbeit liegt im Gebirge bei 52 Prozent im Hügelland sind es 45 Prozent und im Flachland (Terai) liegt sie immer noch bei 36 Prozent.

Gesundheitswesen

Der ganz im allgemeinen unbefriedigende Gesundheitszustand und die geringe Lebenserwartung der Nepalis haben vorrangig ihre Ursachen in Überbevölkerung, Umweltbelastung, verseuchtem Wasser, Unter- und Mangelernährung und ansteckenden Krankheiten.

Kindersterblichkeit

Die Kindersterblichkeit wird auf 11,4 Prozent geschätzt. Sie ist hauptsächlich auf Durchfallerkrankungen zurückzuführen, zu den verbreiteten Krankheiten zählen vor allem Erkrankungen des Magen- und Darmkanals, parasitäre bzw. Wurmkrankheiten, Tuberkulose, Schilddrüsenerkrankungen, Augenkrankheiten und Lepra.

Krankenhäuser in Nepal

54 Krankenhäuser (1969)
89 Krankenhäuser (1986)
135 Ayurvedische Kliniken,
258 Familienplanungskliniken,
48 Büros für Volksgesundheit,
2.598 Malariabekämpfungseinheiten,
6 Leprastationen
Ein einziger Arzt ist für ~16.600 Einwohner zuständig.
Auf einen Zahnarzt kommen ~400.000 Einwohner!

Video

Die vergessenen Kinder Westnepals

„Leben
heisst handeln“

Albert Camus
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