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vom 22.07.2018

Bildung für Mädchen in Kalikatar

Jul 2018

22

Ein neuer Tag
Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Himmel über Kalikatar in einem sanften Rot aufleuchten. Langsam erwacht das Dorf zum Leben. Stimmen aus dem Innern der Holzhütten sind zu vernehmen, irgendwo kräht ein Hahn. Sita Maya ist schon länger wach, sie ist früh aufgestanden, um noch Hausaufgaben zu erledigen. Jetzt sitzt sie mit den anderen Mädchen beim Frühstück. Ihre blaue Schuluniform hat sie bereits angezogen und achtet darauf, den heißen Tee, den sie aus einem dampfenden Becher schlürft, nicht zu verschütten. Die Schule beginnt um 10 Uhr und dank dem Mädcheninternat im Bildungshaus der Shangrila Development Association (SDA) kann Sita Maya diese auch besuchen.

Lernen statt früh Heiraten
Sita Maya ist eines von 15 Mädchen, die im SDA-Bildungshaus im Dorfkern von Kalikatar leben. Das Ziel des 2017 erbauten Bildungshauses ist es, Mädchen aus unterprivilegierten Verhältnissen Schulbildung zu ermöglichen. Es gibt verschiedene Gründe, warum Mädchen in der Region der Schule fernbleiben: hohe Kosten, lange Schulwege oder Arbeit im Haushalt. Die von SDA durchgeführte Situationsanalyse zeigt, dass Frühheirat bei Mädchen einer der häufigsten Gründe für einen vorzeitigen Schulabbruch ist. Oft sind solche Heiraten armutsbedingt. Viele Familien in Kalikatar sind Subsistenzbauern, das heißt, sie erwirtschaften lediglich für den eignen Bedarf. Die Erzeugnisse reichen kaum für ein Jahr, geschweige denn um etwas davon zu verkaufen. Geld für Schule bleibt keines übrig. Deshalb drohte auch Sita Maya eine frühe Heirat. Der Sozialarbeiter von SDA konnte die Familie jedoch überzeugen, dass sie das Mädcheninternat besuchen kann. Das Bildungshaus steht wenige Minuten von der Schule entfernt. Der kurze Schulweg und die Sicherstellung der Grundbedürfnisse ermöglichen es den Mädchen, sich ganz auf die Schule und den Unterricht zu konzentrieren. Sagar Thapa, der Koordinator der Projekte in Kalikatar, ist selber im Shangrila Waisenhaus aufgewachsen und weiß um die Wichtigkeit eines geborgenen Umfeldes: „In der familiären Atmosphäre des Bildungshauses haben die Mädchen die Möglichkeit mit pädagogischer Begleitung ihre Schulzeit zu durchlaufen.“ Das von ihm und SDA entwickelte Konzept ermöglicht den Mädchen den Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und individueller Förderung. Denn zusätzlich zur regulären Schule lernen die Mädchen Probleme des Alltags zu lösen und werden in der Ausbildung ihrer sozialen Kompetenzen unterstützt. Im Bildungshaus erlernen sie aber auch den Umgang mit Computern und die englische Sprache. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich moderne Ackerbautechniken im SDA-Landwirtschaftsprogramm anzueignen. Dies eröffnet nicht nur den Mädchen neue Perspektiven.

Soziale Nachhaltigkeit
Wenn die Mädchen mit dem erworbenen Wissen in ihre Dörfer zurückkehren, kann dies einen positiven Einfluss auf die gesamte Gemeinde haben. Zu diesem Schluss kommt auch eine Untersuchung, die 2018 im Auftrag von SDA durchgeführt wurde. Wissen ist eine wertvolle Ressource im Kampf gegen Elend und Armut. Die Unterstützung im Bereich der Bildung für vulnerable Bevölkerungsgruppen und Jugendliche in Kalikatar haben daher entscheidende Langzeitauswirkungen. Die theoretische Grundlage für dieses Konzept bildet außerdem ein Forschungsbericht des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISEO). Demnach kann soziale Nachhaltigkeit durch Bildung, die Stärkung sozialer Ressourcen aber auch die Sicherstellung von Grundbedürfnissen geschehen. Das Mädcheninternat vereint all diese Aspekte.

Der Tag geht dem Ende entgegen
Sita Mayas Tag neigt sich nach einem intensiven Schul- und Lerntag langsam dem Ende entgegen. Während die Grillen zirpen, legt sich langsam die Nacht über das kleine Dorf im Süden Nepals. Die Mädchen sitzen zusammen bei Linsen und Reis und plaudern ausgelassen mit der Erzieherin, die für das Mädchenhaus zuständig ist. Am Wochenende wird Sita Maya ihre Familie besuchen und dafür einen Fußmarsch von einer Stunde auf sich nehmen. Nachdem sie sorgsam ihren Teller abgewaschen hat, geht sie sich noch die Zähne putzen. „Suvaratri“, flüstert sie den anderen Mädchen zu, bevor sie sich schlafen legt.

Mehr über Sita Maya und SDA erfahren Sie im aktuellen Jahresbericht:
Jahresprojektbericht_2017.pdf


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