Govinda e.V.
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Neuigkeiten vom Verein

Wenn die Erde nicht mehr zur Ruhe kommt. Vor 3 Jahren erlebte Nepal eines der schwersten Beben seiner Geschichte.

Apr 2018

25

Fotos: Jakob Augenstein, Rocco Umbescheidt, SDA
Vor genau 3 Jahren, am 25. April 2015, wurde Nepal von einem der schwersten Erdbeben erschüttert, die das Land bis dahin heimgesucht hatte.
Und dies war nur der Beginn einer Reihe weiterer schwerer Beben, die in den folgenden Monaten das Schicksal und das Leben der Menschen im Himalaya-Staat bestimmen sollten. Für den Govinda e.V. und unsere Partnerorganisationen, insbesondere die Jugendorganisation Shangri-La Development Association (SDA), folgten herausfordernde Monate, die vielleicht herausforderndsten Monate der bisherigen Vereinsgeschichte. Für SDA, die sich erst kurze Zeit vorher konstituiert hatte, ein Start unter besonders schwierigen Bedingungen. Eine aktuelle Studie zur Nachhaltigkeit der Arbeit im Projektgebiet in Kalikatar, in der ländlichen Makwanpur-Region, zeigt nun: auch nach drei Jahren lässt sich die positive Wirkung der Projektaktivitäten nachweisen.

„Viele Leute glauben mir nicht, wenn ich ihnen sage, was wir in den letzten drei Jahren alles erreicht haben.“, sagt Jay Shankar Upadhyay, Vorsitzender von SDA. Sein Team war gerade zur Datenerhebung in Kalikatar, als die Erde bebte. Während die internationale Hilfe nur schleppend anlief, leistete SDA, den vielen Widrigkeiten zum Trotz, humanitäre Nothilfe. Sie verteilten Zelte, Nahrung und sicherten die medizinische Grundversorgung. Der Nothilfe folgte der Bau von 4 Schulen und 106 erdbebensicheren Häusern. Dieser rückte in den Folgemonaten in den Vordergrund, die ursprünglich geplanten Projekte - unter anderem in den Bereichen Bildung und Landwirtschaft - starteten später. Mit Erfolg, wie jetzt eine Erhebung im Projektgebiet zeigt. So konnte durch die Maßnahmen beispielsweise die Anzahl der Kinder, die die Schule vorzeitig abbricht, stark reduziert werden. Die Schulabbrecher-Quote sank in den letzten drei Jahren von etwa 30% auf 4%. Schulungen des Lehrpersonals, regelmäßige Elterngespräche und bessere Ausstattungen der Schulen machten dies unter anderem möglich. Auch in der öffentlichen Gesundheit zeigen sich Verbesserungen. Krankheiten wie z. B. virale Grippen und Erkältungen sind zurückgegangen. Bakterieller Durchfall und Typhus, die auf mangelnde Hygiene und schlechte sanitäre Infrastruktur zurückzuführen sind, konnten durch die Aufklärungsarbeit und den Bau von Toiletten reduziert werden. Die Studie zeigt also: in vielen Bereichen konnten positive Entwicklungen initiiert werden.

Und doch gibt es noch viel zu tun. Noch immer liegt das Einkommen vieler Familien in der Region unter dem Existenzminimum. In vielen Haushalten reicht die Nahrung nur für ein halbes Jahr. 70% der 15- bis 60-jährigen sind weiterhin Analphabeten.

Nicht zuletzt durch die Unterstützung von vielen SpenderInnen und Spendern, den vielen Aktiven in Deutschland, der Schweiz, Österreich und anderen Ländern konnten die bisherigen Erfolge möglich werden. Unsere Partnerorganisationen konnten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft benachteiligte Menschen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Dafür möchten wir Ihnen von ganzem Herzen danken. Dhanyabad!

Der Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Gemeindeprojekte in Kalikatar ist, trotz aller widrigen Umstände in Folge der Erdbeben, gelegt worden. Wenn Sie diese Projekte weiterhin unterstützen wollen, können Sie dies auf unterschiedliche Art und Weise tun – beispielsweise durch eine Spende, eine Patenschaft oder eine Mitgliedschaft im Govinda e.V.

Informationen dazu finden Sie unter:
Ihre Unterstützung

+++ Govinda-Termine in den kommenden Wochen +++

15.5. - AK Stuttgart - AK-Treff (Forum 3 Café, Gymnasiumstraße 21, Stuttgart)
20.5. - AK Stuttgart - Govinda-Stand auf dem Mühlenfest (Klinkermühle, Filderstadt)

+++

Govinda e. V. - Gemeinsam für Nepal
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20 Jahre Govinda - Jubiläumsfest auf der Marienburg Niederalfingen

Apr 2018

20

Wann?
vom Freitag, den 8. Juni bis Sonntagfrüh, den 10. Juni 2018

Viele haben sich bisher angemeldet zum gemeinsamen Feiern. Die gesamte Marienburg Niederalfingen steht inzwischen für uns GovindianerInnen und alle Interessierten zur Verfügung. Weitere freie Betten können daher reserviert werden und wir freuen uns über eure Anmeldungen bis zum 1. Mai 2018.

Was dich erwartet: Ein erlebnisreiches Wochenende mit Action, Klettern, Schwimmen, Live-Musik, Entspannung, Spaß für Groß und Klein, Geschichten aus Nepal und vielem mehr!
Anmelden könnt ihr euch am Einfachsten über folgendes Online-Formular:
goo.gl/forms/quJhgA2q9yLNcdFh1

Die Anmeldung ist ebenso telefonisch [07361 / 375 079] oder per Email [] möglich. Für Rückfragen kannst du dich gern an unser Büro in Aalen wenden.

From Freiburg to Nepal to Freiburg…

Apr 2018

09

....das war der Weg, den Lisa und Rabea eingeschlagen haben, zwei Voluntärinnen, die im Shangrila-Waisenhaus mehrere Monate ehrenamtlich gearbeitet und sich mit großer Tatkraft und viel Kreativität eingebracht haben. Und die sich nun auch weiterhin für die Menschen in Nepal und die Govinda-Projekte engagieren wollen. Dazu haben Sie den Govinda-Aktionskreis Freiburg Ende letzten Jahres ins Leben gerufen.

Wir freuen uns außerordentlich über Lisas und Rabeas Initiative!

Mit dem AK Freiburg entsteht nunmehr der 10. Govinda-Aktionskreis. Und in den aktuellen News wollen wir euch diesen vorstellen – Rabea und Lisa haben uns im Interview Rede und Antwort gestanden und berichten von ihren ganz eigenen Govinda-Erfahrungen. Viel Spaß beim Lesen!

Hallo Rabea und Lisa, wie seid ihr eigentlich zu Govinda gekommen?
Rabea: Im Rahmen unseres Studiums der Sozialen Arbeit wird ein praktisches Studiensemester gefordert. Wir hatten große Lust auf interkulturelle Erfahrungen und das Thema Entwicklungszusammenarbeit interessierte uns sehr. Lisa wählte auf der Suche nach einem Volontariats Platz, nach ausgiebiger Internetrecherche, Govinda als Partner-NGO. Mich wiederum inspirierten die Erzählungen einer Bekannten, mich bei Govinda um einen 5-monatigen Praktikumsplatz zu bewerben. Vor Ort im Waisenhaus lernten wir uns dann 2014 kennen und daraus entwickelte sich eine intensive Freundschaft.

Welche Erfahrungen waren während Eurer Zeit in Nepal die wichtigsten für euch?
Lisa: Die offene, fröhliche Art und die Begeisterungsfähigkeit der Waisenkinder hat uns tief berührt. Die Verständigung mit ihnen war immer wieder aufs Neue eine kleine Herausforderung. Die Ausflüge an Feiertagen gemeinsam mit den Kindern wurden zu besonderen Highlights für alle. Ausgelassen mit ihnen zu feiern, ganz außerhalb des Waisenhausalltages, machte allen riesig viel Spaß.

Das Land Nepal – wie habt ihr dies empfunden?
Rabea: Wir durften erfahren und lernen, dass es möglich ist mit weniger materiellen Dingen und auch in ganz einfachen Lebensverhältnissen zufrieden zu sein. Die offene und freundliche Art der vielen Menschen in Nepal mit denen wir zusammengearbeitet haben oder die wir unterwegs auf Reisen getroffen haben, hat uns sehr geprägt. Die ganz andere Ernährung, die unbekannten Gerüche, die majestätische Bergwelt und die verschiedenartige Natur - all das war sehr beeindruckend.

Inzwischen hat Euch der Beruf beide nach Freiburg geführt. Ende letzten Jahres habt ihr den Aktionskreis Freiburg ins Leben gerufen. Welche Wünsche und Ziele möchtet ihr mit dem Aktionskreis Freiburg erreichen?
Lisa: Für Govinda möchten wir uns weiter engagieren, die Arbeit auf Augenhöhe, die Nachhaltigkeit und die Hilfe zur Selbsthilfe steht dabei im Vordergrund. Wir haben das selbst erlebt und sind sicher, dass die Hilfe wirklich dort ankommt wo sie am nötigsten gebraucht wird. So möchten wir durch verschiedene Aktionen über die Situation in Nepal und die wertvolle Arbeit des Vereins informieren. Mit den gesammelten Spenden möchten wir den Menschen in Nepal etwas zurückgeben und sie unterstützen.

Und was steht ganz konkret aktuell im Aktionskreis Freiburg an?
Rabea: Unsere Treffen finden meist alle 1-2 Monate im El Haso statt, das Nächste am Donnerstag, 12.04. um 19 Uhr im "El Haso", Freiburg. Es laufen die Planungen für einige Aktionen im Frühling und im Sommer. Freiburg bietet hierfür viele Möglichkeiten und wir freuen uns sehr über neue Gesichter, sowie Ideen und Kontakte. Schaut doch gerne unter Homepage beim Aktionskreis Freiburg vorbei. Wer möchte kann sich für den Newsletter vom AK Freiburg eintragen um laufend alle Informationen zu erhalten.

Herzlichen Dank liebe Lisa, liebe Rabea für euren großartigen Einsatz in Nepal und in Freiburg!

Ein Govinda Aktionskreis ist eine regionale Govinda-Gruppe
, die die Möglichkeit bietet, am eigenen (Wohn-)Ort an den Themen des Vereins dran zu bleiben und diesen gleichzeitig durch Ideen und Wirken weiterzuentwickeln. Die Grundidee ist dabei, dass die AK-Mitglieder eigenständig über den Radius der Aktionen entscheiden können und dabei viel Freiheiten haben: nichts muss - (fast) alles kann umgesetzt werden. In den Aktionskreisen ist Kreativität erwünscht um mit vielfältigen Aktionen auf die Anliegen der Menschen Nepals und die Arbeit von Govinda aufmerksam zu machen. Stärken und Talente können mit eingebracht werden, um mit viel Spaß und Freude die Entwicklungsthemen des Vereins voranzubringen. Mit den Aktionskreisen soll die Arbeit Govindas verstätigt, auf eine breite Basis gestellt und nachhaltig ausgerichtet werden.

Weitere Informationen zu den AKs findet ihr unter: Aktionskreise

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20 Jahre Govinda - Jubiläumsfest auf der Marienburg Niederalfingen

Wann: Freitag 8. bis Sonntagfrüh 10. Juni 2018

Viele haben sich bisher angemeldet zum gemeinsamen Feiern. Die gesamte Marienburg Niederalfingen steht inzwischen für uns GovindianerInnen und alle Interessierten zur Verfügung. Weitere freie Betten können daher reserviert werden und wir freuen uns über eure Anmeldungen bis zum 1. Mai 2018.

Was dich erwartet: Ein erlebnisreiches Wochenende mit Action, Klettern, Schwimmen, Live-Musik, Entspannung, Spaß für Groß und Klein, Geschichten aus Nepal und vielem mehr!
Anmelden könnt ihr euch am Einfachsten über folgendes Online-Formular:
goo.gl/forms/quJhgA2q9yLNcdFh1

Die Anmeldung ist ebenso telefonisch [07361 / 375 079] oder per Email [] möglich. Für Rückfragen kannst du dich gern an unser Büro in Aalen wenden.

20 Jahre Govinda - Feiere mit uns!!!

Feb 2018

25

Wann: 8. - 10. Juni 2018

Wo: auf der wunderschönen Marienburg
(Ort: Niederalfingen, Nähe Aalen)

Anmeldeschluss: 4. März 2018


Was dich erwartet: Ein erlebnisreiches Wochenende mit Action, Klettern, Schwimmen, Live-Musik, Entspannung, Spaß für Groß und Klein, Geschichten aus Nepal und vielem mehr!

Wir freuen uns auf dich!

Kosten: Erwachsene 45,50 EUR /Tag
Kinder bis 14 Jahre 35,75 EUR / Tag
(DZ/EZ gegen Zuschlag möglich)

Anmeldung:
Am Einfachsten über folgendes Online-Formular:
goo.gl/forms/quJhgA2q9yLNcdFh1

Per Telefon: 07361 / 375 079
Per Email:

Bürozeiten (Anmeldung/Rückfragen):
Di, Fr 9.00- 11:30 Uhr
Mi 9.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 15.00 Uhr

20 Jahre Govinda - 20 Jahre gemeinsam für Nepal - Feiere mit uns!

Feb 2018

11

20 Jahre Govinda – das ist für uns alle ein Grund und Anlass, gemeinsam zu feiern - und DANKE zu sagen für all das Geleistete, für die gemeinsamen Stunden, dafür, dass jedeR mit seinem Schaffen und Engagement Govinda zu dem gemacht hat, was es heute ist: Eine Gemeinschaft, in der Menschen füreinander einstehen, egal wo auf dieser Welt - ob in Nepal, der Schweiz, Österreich oder Deutschland. In zwanzig Jahren ist aus der Idee von einer Handvoll EnthusiastInnen und IdealistInnen ein Projekt geworden, in dem nachhaltig, professionell, zukunftsorientiert und engagiert Entwicklungszusammenarbeit geleistet wird.

In den letzten beiden Jahrzehnten konnten so tausenden Menschen in Nepal Zukunftsperspektiven eingeräumt, konnten für unzählige Kinder und Jugendliche Bildung und Teilhabe, unabhängig von deren Herkunft, Religion und Geschlecht, ermöglicht werden, konnte Menschen Obdach gegeben werden, die durch Naturkatastrophen in ihrer Existenz bedroht waren - konnte nicht zuletzt in Deutschland stetig durch die Arbeit des Vereins und seiner Engagierten darauf hingewiesen werden, dass wir nicht auf einer Insel leben - sondern, dass unser Leben mit dem Leben von Menschen an anderen Orten dieser Welt (nicht nur ökonomisch) verwoben ist, dass wir alle auf demselben Planet leben, den es zu bewahren gilt.

All das sind viele und unschätzbare Gründe, einmal innezuhalten, zurück zu blicken - und gemeinsam zu feiern - in entspannter Atmosphäre, ausgelassen, mit einem bunten Programm.

Sei deshalb eingeladen, gemeinsam mit uns zu feiern!
Wir freuen uns auf Dich!


WANN? 8.-10. Juni 2018
WO? auf der wunderschönen, idyllischen Marienburg (Niederalfingen, Nähe Aalen)
marienburg-niederalfingen.de

WAS EUCH ERWARTET?
Ein erlebnisreiches Programm mit Action, Klettern, Schwimmen, Spaß für Groß und Klein, Live-Musik, Entspannung, Geschichten aus Nepal und vielem mehr!

BIST DU DABEI? WIR SIND DABEI! DU BIST DABEI!

Anmelden könnt ihr euch am Einfachtsten über folgendes Online-Formular:
goo.gl/forms/quJhgA2q9yLNcdFh1

Die Anmeldung ist auch telefonisch [07361 / 375 079] oder per Email [] möglich. Für Rückfragen kannst du dich gern an unser Büro in Aalen wenden:
Bürozeiten: Dienstag + Freitag, · von 9:00 - 11:30 Uhr / Mittwoch, von 9:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr.

Anmeldeschluss: 4. März 2018


+++ weitere Govinda-Termine in den kommenden Wochen +++

05.03. - AK Aalen - AK-Treff (Hirschbachstraße 50, Aalen)
20.03. - AK Stuttgart - AK-Treff (Forum 3 Café, Gymnasiumstraße 21, Stuttgart)
23.03. - AK Aalen - Farben der Erde - Live Reportage (Stuttgarter Straße 41, Aalen)

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Govinda e. V. - Gemeinsam für Nepal
Julius-Leber-Str. 28, 73430 Aalen
Tel. +49 73 61 / 375 079
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Zu den Folgen der Flut kommt die Härte des Winters. Govinda-Hilfslieferungen nach Bishnupur umgesetzt.

Jan 2018

25

Auch mehrere Monate nach den verheerenden Fluten, die Teile Nepals heimgesucht hatten, sind die Folgen für die Menschen tagtäglich zu spüren. Nicht zuletzt der kalte Winter im Land – einer der kältesten der letzten Jahre – stellte die Flutopfer vor neue Herausforderungen. Wieder einmal waren die südlichen Regionen Nepals und deren Bewohnerinnen und Bewohner am stärksten betroffen. Vor allem Kinder und ältere Menschen leiden in besonderem Maße unter diesen Bedingungen. Die Kältewelle forderte nun weitere 24 Todesopfer.

Durch die Unterstützung verschiedener UN-Programme (u.a. UNICEF, WHO, FAO) hatte die Regierung Nepals die Möglichkeit, sehr schnell mit einem Stufenplan zu reagieren, der 1.7 Millionen Menschen in 35 Distrikten erreichen soll. (Weitere Informationen dazu unter: reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Nepal%20Response%20Plan%20250817.pdf). Dies hatte jedoch gleichzeitig zur Folge, dass die durch NGOs eigenständig initiierten Hilfsprogramme behindert wurden und nicht umgesetzt werden konnten. Deren Initiative, Expertise und Ressourcen wurden – wie leider schon des Öfteren geschehen – nicht ausreichend einbezogen. Die von der Nepalesischen Regierung gesteuerten Hilfsprogramme erreichten viele Menschen nicht, in einem zu geringen Maße oder inadäquat – was unter anderem dazu führte, dass verteilte Lebensmittel durch die Menschen wieder verkauft wurden, um andere lebenswichtige Güter zu finanzieren.

In den letzten Wochen konnte Govinda nun dennoch weitere wichtige Hilfslieferungen für die weiterhin notleidenden Menschen der Flut realisieren. Unser nepalesisches Team war dabei in enger Kooperation mit der Bezirksverwaltung und der Polizei in der Landgemeinde Bishnupur (Distrikt Spatari) aktiv. Diese Menschen waren von der vergangenen Flut und auch akut von der Kältewelle des Winters massiv betroffen.

In Bishnupur lebt größtenteils die Musahar-Gemeinschaft. Diese gehört zu den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen Nepals. Die Musahar besitzen kein Land und müssen zumeist über Generationen hinweg unter sklavenähnlichen Verhältnissen arbeiten. Ihr Leben ist geprägt von Ausbeutung, Missbrauch und Diskriminierung. Aufgrund des Status der Unberührbarkeit im hinduistischen Kastensystem sind sie vom sozialen Alltag in der Gemeinde nahezu ausgeschlossen. Dies führt u. a. zu einer niedrigen Einschulungs- und Alphabetisierungsrate. Viele Kinder der Gemeinde leiden unter Mangelernährung und sind dadurch besonders anfällig für Krankheiten und den Folgen des extremen Kälteeinbruchs.

Die in der nepalesischen Gesellschaft oft an letzter Stelle stehenden Menschen haben wir bei unserer Hilfsaktion gezielt unterstützt. Weitere 400 Menschen wurden vor allem mit Matten und Planen und weiteren Hilfsgütern versorgt.

Dank Ihrer Unterstützung war dies möglich. Wir danken Ihnen im Namen des Govinda e. V. und den Menschen in Nepal aus ganzem Herzen dafür!

Fotos: Navaraj Deuja (auf dem Foto gemeinsam mit Shangrila-Generaldirektor Sunil Lama, die die Verteilung vor Ort umgesetzt haben)

Was Ziegelsteine mit Geschlechtergerechtigkeit und Entwicklung in Nepal zu tun haben?

Dez 2017

23

In Empowerment von Frauen zu investieren und in eine geschlechtergerechte Welt, das kann nicht nur ungenutzte persönliche Potentiale freilegen und die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes voranbringen. Es ist auch der Grundstein für eine fairere Gesellschaft und Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe aller. Deshalb ist auch eines der Ziele unseres Vereins, Projekte so zu initiieren, zu organisieren und zu managen, dass insbesondere Mädchen und Frauen in Nepal davon profitieren.

Unter anderem unterstützen wir in den Dörfern der Region Makwanpur eine Frauenkooperative, in dem wir eine Maschine zur Herstellung von Ziegelsteinen zur Verfügung stellen. Vorangegangen waren umfassende Analysen zu den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der Menschen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Maßnahmen gezielt und effizient durchgeführt werden, nachhaltigen Erfolg haben und Hilfe zur Selbsthilfe im besten Sinne sind.

Die „Interlocking Brick“-Steine – sie sind in ihrem Aufbau Legosteinen nicht ganz unähnlich – werden von den Frauen vorwiegend aus lokalen und günstigen Ressourcen wie Lehm, Sand und Wasser gepresst und anschließend 28 Tage getrocknet. Der Produktionsprozess kann direkt vor Ort auf der Baustelle stattfinden und erspart oft einen beschwerlichen Transport von Steinen auf dem Rücken der Menschen. Die Steine sind hervorragend zum sicheren Hausbau geeignet, deren Bedarf selbst über zwei Jahre nach den Erdbeben in ganz Nepal noch immens groß ist.

Die Ziegelfertigung ist ein wichtiger Bestandteil des Wiederaufbaus in Nepal und generiert zusätzlich für die beteiligten Frauen eine Einkommensquelle. Sie erfahren Anerkennung für ihr Tun und steigern ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. In der abgelegenen und bergigen Region Makwanpurs ist dies eine Besonderheit. Die Frauen erhalten Schulungen und Hinweise zur Nutzung, Instandhaltung und Reparatur der Maschine, um später eigenständig und über einen langen Zeitraum Steine fertigen zu können.

Das Projekt zur Ziegelsteinherstellung der Frauenkooperative wurde durch unsere MitarbeiterInnen von SDA (Shangrila Development Association) gemeinsam mit der Nepalesischen NGO „Build up Nepal“ realisiert. Für das Engagement bei der Vorbereitung und Umsetzung möchten wir uns aus ganzem Herzen bedanken.

Wer mehr über den die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit und Entwicklung wissen möchte, kann hier, auf den Seiten der Vereinigten Nationen, mehr erfahren:
unwomen.org/en/what-we-do/economic-empowerment/facts-and-figures


Govinda-Jahreskalender 2018 jetzt bestellen

Für das kommende Jahr gibt es natürlich wieder einen Jahreskalender mit wunderschönen Bildern aus Nepal. Verantwortlich gezeichnet für die Fotografien hat sich in diesem Jahr der Berliner Fotograf Max Korndörfer. Vielen Dank dafür! Bestellen könnt ihr den Kalender unter Basar Alle Einnahmen gehen direkt nach Nepal und in die Govinda-Projekte.

Große Politik und kleine Freuden

Dez 2017

06

Fotos: Carolina Kluge

Spannend und Spannungsreich: Die politische Situation in Nepal


Am 26. November und am 7. Dezember finden in Nepal die ersten Parlamentswahlen in sieben neu gebildeten Bundesstaaten statt. Die Abgeordneten der Nationalversammlung und die nationalen Vertreter werden dabei gewählt. Diese Wahlen gelten als wichtiger Schritt hin zu einer Demokratisierung des Landes. Die Menschen erhoffen ein Ende der im Land herrschenden Korruption. Die letzten Wochen waren deshalb von Unruhen geprägt, die einmal sogar bis in unser Dorf Chapagaoun zu spüren waren. Mehr als 100 Sprengsatzexplosionen wurden in dieser Zeit im Land gezählt. Die Sicherheit der Waisenkinder hat für uns oberste Priorität und so verbrachten sie einige Tage ausschließlich im Waisenhaus. Auch unsere Schule, die Shangrila International School, blieb in dieser Woche geschlossen.

Kleine Freuden im Waisenhaus

„Aus der Not eine Tugend machen“ heißt es in einem Sprichwort. Dies war auch das Motto in unseren Projekten, in den letzten, politisch sehr spannungsreichen Tagen. Aufgrund der besonderen Situation hatten Erzieherinnen und Volontärinnen ein bunt durchmischtes Programm für die Kinder zusammengestellt. Die Tage waren voll von kreativen Aktivitäten, Sport, Lernen, Kochen und jeder Menge Spaß – die freien Tage und die gemeinsame Zeit konnten also auch genossen werden.

Santa Claus is coming to… Chapagaoun!

Natürlich wurde auch Nikolaus in unserem Waisenhaus gefeiert. Ein selbstgebastelter Adventskalender ließ in den letzten Tagen die Kinderaugen im SOH vor Freude immer heller leuchten. Strahlende Kindergesichter sind Ausdruck der Begeisterung und der Dankbarkeit über die kleinen Geschenke, die am frühen Morgen nach der Meditation ausgepackt werden dürfen. Die Mädchen und Jungen zählen nun die Tage bis Weihnachten, genauso wie die Kinder in Europa. Am Morgen des 5. Dezember lauschten sie der Geschichte vom Nikolaus und hörten von den entsprechenden Bräuchen aus aller Welt. Schuhe putzen – das ist eine der täglichen Aufgabe der Kinder, die sie bereits von klein auf selbst übernehmen. An dem Vorabend zum Nikolaustag putzten und polierten sie ihre Schuhe mit besonders großer Hingabe. Denn dann warteten kleine Geschenke auf jeden Einzelnen.

Das Team von Govinda e. V. und Shangrila Schweiz ist unendlich dankbar für die liebevolle und aufmerksame Betreuung der Kinder durch das nepalesische Team und den engagierten Einsatz der Volontärinnen und Volontäre. Dhanyabad!

Govinda-Jahreskalender 2018

Wenn Sie noch einen Kalender für das kommende Jahr suchen, oder ein Geschenk für das Weihnachtsfest: schauen Sie doch einmal in unserem Online-Basar vorbei. Dort finden Sie eine Menge kleiner Geschenkideen, aus und über Nepal. Gleichzeitig tun Sie damit etwas Gutes. Denn alle Einnahmen aus dem Verkauf gehen direkt in die Govinda-Projekte. Schauen Sie doch einmal rein unter: Basar

Govinda-Aktionskreis Freiburg gegründet

Die Govinda-Familie wächst und wächst und seit kurzem gibt es auch in Freiburg einen kleinen „Familienzweig“. Lisa Pingel und Rabea Spikermann, zwei ehemalige Voluntärinnen, unterstützen die Projekte nun vom Breisgau aus. Das ist eine super Sache und wir sagen ganz groß DANKE! für euer Engagement. In Kürze gibt es dazu mehr. Wer wissen will, was unsere Aktionskreise sind und was die machen, kann einmal auf unserer Website vorbeischauen unter: Aktionskreise

Namaste!

Der Fotograf hinter der Kamera – und hinter unserem neuen Govinda-Kalender 2018

Nov 2017

06

Es ist schon wieder soweit, die Tage des Jahres 2017 werden bald gezählt sein - und wir bereiten uns langsam auf das kommende Jahr 2018 vor. Ein fast schon traditioneller Teil davon ist unser Govinda-Jahreskalender, auf den wir uns jedes Mal von Neuem freuen. Heute möchten wir euch Max Korndörfer, den Mann hinter der Kamera vorstellen, der mit seinen beeindruckenden Fotografien vom Leben in Nepal, vom Land und dessen Menschen erzählt.

Hallo lieber Max. Kannst du uns in wenigen Worten sagen, wer Max Korndörfer ist?

Ich bin 26 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Plauen, im Vogtland. In Görlitz habe ich Heilpädagogik bzw. Inclusion Studies studiert und meine Frau Bernadette kennengelernt. In dieser Zeit habe ich auch das Fotografieren entdeckt und dafür eine große Leidenschaft entwickelt. So war ich schnell entschlossen, mich mehr mit diesem faszinierenden Medium zu beschäftigen. Besonders inspirierend empfand ich dabei den Besuch einer Ausstellung des Fotografen Sebastião Salgado.

Und wie bist du zu Govinda gekommen?

Gemeinsam mit meiner Frau Bernadette war ich von April bis September 2016 als Volontär für Govinda in Nepal. In erster Linie haben eine weitere Volontärin und ich die Lehrkräfte der Shangrila International School (SIS) unterstützt. Alternative Lehr-Lernmethoden, wie Lernen durch praktische Tätigkeiten in Projektarbeiten, haben wir den Lehrerinnen und Lehrern in Workshops nähergebracht. Vielfach herrscht in Nepal, aber nicht nur dort, ja leider striktes Auswendiglernen und Wiederholen vor. Wir haben versucht, neue, ein wenig offenere Methoden zu vermitteln. Meine Faszination für die Fotografie und das Interesse an Mensch und Kultur hab ich darüber hinaus für das Projekt mit eingebracht, habe das alltägliche nepalesische Leben innerhalb und außerhalb der Projekte in ganz unterschiedlichen Regionen Nepals dokumentiert. Inzwischen studiere ich Fotografie an der Ostkreuzschule in Berlin und bin als Heilpädagoge in Teilzeit in einer therapeutischen Einrichtung tätig.

Gibt es etwas, was du als Fotograf erreichen willst?

Mein Ziel ist es immer, Geschichten die mich bewegen, in einer eigenen Bildsprache zu dokumentieren und dadurch Einblicke in die Vielschichtigkeit menschlichen Lebens zu erhalten. Im besten Fall kann ich so dadurch meinen Teil dazu beitragen, ungerechten Zuständen auf der Welt zu begegnen und entgegenzuwirken.

Hast Du ein Lieblingsland zum fotografieren?

Fotografieren ist generell immer und überall möglich. Die Aufnahmen und Erinnerungen aus Südostasien und besonders aus Nepal berühren mich aber auf spezielle Art. Das Leben, das sich auf der Straße abspielt, das sich anders verhaltende Licht, die lebendigen Farben und Formen, die zahlreichen akustischen und olfaktorischen Eindrücke, die Offenheit und Entspanntheit der Menschen – all das sind Faktoren, die mir das Fotografieren auf diesem schönen Fleckchen Erde versüßt haben.

Gibt es im diesjährigen Govinda-Kalender ein Bild das Dir besonders am Herzen liegt?

Schwer zu sagen. Im Bezug auf den Kalender liegen mir vor allem zwei Fotos sehr am Herzen: Die Momentaufnahme von Anjali im Gang des Shangrila Waisenhauses sitzend. Sie strahlt inmitten von wild umher wischenden, mit Wassereimern schüttenden und vor Freude quietschenden Mädchen und Jungen. Eine „Kernreinigung“ des Gebäudes wurde veranlasst, da Verdacht auf eine ansteckende Krankheit bei einem der Jungen bestand. Die Landschaft, die Lebensart und die Lebensbedingungen der Menschen in den ländlichen Regionen, speziell in Makwanpur, spiegeln sich mir in der Aufnahme mit den Reisterrassen sehr gut wieder. Es hat mich unglaublich beeindruckt, welch große Arbeitskraft notwendig gewesen sein muss, um in diesem Gebiet Wiederaufbauhilfe nach den Erdbeben 2015 zu leisten.

Und was bewegt Dich dazu, dich gerade bei Govinda zu engagieren?

Govinda besteht aus Menschen die greifbar sind, die Hierarchien sind flach, die Strukturen transparent. Die Vereinsarbeit ist ausschließlich am Menschen und nicht an bürokratischen, wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet. Jeder kann seine Individualität einbringen, ob als Volontär, in Aktionskreisen, Fachbereichen oder mit sonstigen Ideen. Es herrscht ein wunderbares Klima inmitten all dieser besonderen Menschen.

Ich persönlich freue mich sehr Govinda weiterhin begleiten zu dürfen, im Fachbereich der Shangrila International School. Und natürlich als Fotograf, den es sicher bald wieder nach Nepal verschlagen wird.

Danke, merci und dhanyabad, lieber Max!
Wir freuen uns, dass du bei Govinda dabei bist.


Weitere Informationen zu Max und Eindrücke seiner Fotoprojekte findet ihr unter: maxkorndoerfer.com

Der Govinda-Jahreskalender 2018 kann direkt über den Basar auf Homepage oder über bestellt werden.

Unser Dank gilt neben Max Korndörfer insbesondere Carolin Baumgärtner und netzwerk P GmbH für die jahrelange Unterstützung, sowie der Druckerei Bechtel GmbH & Co Kg, Eberbach/Fils. Und natürlich den Kindern des Waisenhauses für das Teilhaben lassen an ihren ganz persönlichen Zukunftsträumen.
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